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Hart Backbord - hier kannst Du über uns lesen

 

„HART BACKBORD“ SEIT 1978- FLAGGE ZEIGEN MIT ORIGINAL SEASONGS

HART BACKBORD“ heißt auf See bekanntlich das Kommando für „Links abbiegen“.
Das brauchten wir (damals noch) jungen Männer um Hartmut Emig 1978 eigentlich gar nicht mehr:

Das hatten wir auch ohne Musik schon vorher getan, genauso wie viele junge Menschen in den Siebzigern, die Ihren Kopf zum Denken genutzt haben.


1Auftrittkl


UND DAS WAR DER PLAN FÜR „HART BACKBORD“:

Die schnulzige deutsche Shantychorszene mit den alten Herren und ihren schwarzen Mützen und den scharf gebügelten Hosen mal so richtig aufmischen. Wir wollten mit fetzigen und authentischen Shantys einen Kontrapunkt auf die Bühnen bringen.
 
Unser Anspruch bis zum heutigen Tag: „HART BACKBORD“ und unsere Songsstehen solidarisch an der Seite der Seeleute wenn es für die Durchsetzung von sozialenBedingungen auf den Schiffen und faire Bezahlung geht. Wir mischen uns dann mit ein und besetzen oder besingen ein Schiff in Absprache mit der ITF, der Internationalen Transportarbeiter Föderation, die sich für die Rechte der Seeleute einsetzt.
Wir begleiteten musikalisch viele Demonstrationen und Kundgebungen verschiedener Gewerkschaften des DGB und sorgten durch kurze Solidaritätsauftritte bei Streiks und Besetzungen für etwas Entspannung und Freude im gewerkschaftlichen Kampf.
 
HArtmutundQuetschi
 

 

 

UNSERE SONGS

„HART BACKBORD“ hat bei den großen anglo-amerikanischen Folk-Sammlern die Lieder gefunden, die vom tatsächlichen Leben auf den großen Seglern im 19. Jhdt. handelten. Und plötzlich stellte sich heraus: Das Schiff ist überhaupt nicht schön, der Käpt’n ist der leibhaftige Satan und der ganze Job ist eine fürchterliche Strapaze. Die Shantys waren in erster Linie begleitende und unterstützende Arbeitsgesänge für die verschiedenen Tätigkeiten an Bord. Ein oder mehrere Shantysänger gaben mit ihrem Gesang den unterstützenden Rhythmus für die Arbeit vor und der Rest der Mannschaft fiel im Refrain mit ein.

EvaundHartmut

 

DGBZelt1993

Die obligatorische Kiste Bier

Eine besondere und schöne Form der Shantys waren die Freizeitlieder (forecastle shantys) , am Abend nach getaner harter Arbeit wurden die schönen Orte der letzten Reise oder die Liebste in der Heimat besungen.

Was man nicht vermutet so sind die Lieder im Gegensatz zum unglaublich harten Leben der Seeleute auf See sehr melodisch und vielseitig. Die Mannschaften der Segler waren oft aus vielen Nationalitäten gemischt, so dass französische, italienische, skandinavische, englische und auch deutsche Musik Einfluss auf die Gesänge nahm. Eine besondere Klangfarbe brachten die farbigen Seeleute mit, die diese Musik noch mit Gospel- und karibischen Elementen würzten. Da Englisch die verbindende Bordsprache auf fast allen Schiffe war, wurden die Shantys auch meist in englischer Sprache oder einem englischen Slang gesungen. So entstand eine faszinierende Kulturmischung - weltweit die erste Form wirklich internationaler Folklore.

 

GuntraminAktion

HART BACKBORD ON STAGE

Ein wichtiger Punkt der Präsentation auf der Bühne ist ein begleitender Kommentar für die Zuhörer. Wir wollen den Inhalt des Songs und mögliche Rahmenbedingungen der damaligen Zeit zum besseren Verständnis an die Zuhörer vermitteln.
Diese und jene Portion Seemannsgarn gehört natürlich auch dazu.

Mit diesem etwas ungewöhnlichen Außenseiter-Profil und unserer speziellen Art der Interpretation der alten Shantys und Worksongs hatte und hat „HART BACKBORD“ Erfolg.

 1981 wurde die erste LP im damals sehr renommierten „Pläne Verlag“ aufgenommen und weitere LP´s und CD´s folgten -  bei großen und auch regionalen Plattenlabels.

„HART BACKBORD“ gehört zu den wenigen westdeutschen Gruppen, die in den 80er Jahren regelmäßig größere Tourneen durch die damalige DDR machte.
„HART BACKBORD“ war und ist gerngesehener Gast auf internationalen Festivals (z.B. Liverpool, Bristol und Rotterdam, Ilawa (PL) und Wilhelmshaven).
Wir waren Ideengeber und Mitorganisator des ersten maritimen Festivals in Bremen.
Vom 08. bis zum 10. September 1999 fand das 1. „Festival Musik Maritim“ in Bremen-Vegesack statt.

FestivalMaritim2002

HART BACKBORD NAHM KURS AUF ÜBERSEE

Seit 1978 waren wir auf vielen deutschen und europäischen Festivals doch dann wollte es der Zufall, das es nach Südamerika ging. In Kourou in Französisch Guayana trat die Gruppe, allerdings in kleiner Besetzung, bei einer Festlichkeit der „Ariane“- Mitarbeiter ( ESA - Europäische Raumfahrtagentur) auf. Während des Aufenthalts haben wir nicht nur Land und Leute erlebt und mit unseren Songs begeistert sondern auch noch den Start einer Ariane-Rakete miterleben dürfen.

Hart Backbord

UNSERE INSTRUMENTE

Unsere Instrumentierung wechselte in der Zeit beträchtlich. Vom Dudelsack bis zum Krummhorn, viele Instrumente wurden von den Musikern von „HART BACKBORD“ gespielt.
Die klassischen Instrumente an Bord, die Gitarre, das Banjo, die kleine Harmonika und eine Trommel sind die musikalische und rhythmische Untermalung des vierstimmigen Gesangs.

 

HartBackbordinLiverpool2002 

HartBackbordimSchlachthof

Hart Backbord 2014 bei der wöchentlichen
Probe im Kulturzentrum Schlachthof

FREUNDE UND KOOPERATIONSPARTNER VON „HART BACKBORD“

„HART BACKBORD“ hat sich nicht nur inhaltlich weiter entwickelt, es kamen auch Freunde und Partner hinzu.
Wir sind seit 2006 Partnerband des Hafenmuseums in Bremen, eigene Konzerte im Museum, musikalische Unterstützung bei Ausstellungseröffnungen und diversen Events des Hafenmuseums.
Mit der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS), die ihren Stammsitz in Bremen hat, verbindet uns eine freundschaftliche Kooperation.PartnerbanddesHAfenmuseums

VERÄNDERUNGEN UND NEUER KURS

2012 verabschiedete sich Hartmut Emig in den wohlverdienten Ruhestand. Hartmut war nicht nur Initiator und Gründungsmitglied sondern auch unser hochgeschätzter musikalischer Leiter von „HART BACKBORD“, er formte über fast 30 Jahre aus weitgehend musikalischen Laien ein Ensemble was in Deutschland seines Gleichen sucht.

Durch die allseits anerkannte gesangliche und musikalische hohe Qualität von „HART BACKBORD“ gelang es schrittweise die schlagerhafte deutsche Shantyszene zu beeinflussen.
Die von Hartmut Emig arrangierten Traditionals der Shantyklassiker und das von ihm herausgegebene Shantybuch ( „Haul Away – Shanties“) sind Grundlage für die Proben und das sich ändernde Verständnis und Repertoire in vielen Shantychören in Deutschland.  So kann man mit Recht sagen, dass der Gründungsgedanke (siehe weiter oben) Früchte getragen hat und man oft Songs im Arrangement von Hartmut hört, ein gutes Beispiel hierfür ist der beliebte Klassiker „Santiano“ (Traditional, musikalische Bearbeitung Hartmut Emig).

HartmutEmig

 

Doch dann war 2012 für „HART BACKBORD“ die Frage: Hartmut hört auf, ist „HART BACKBORD“ am Ende oder geht es mit dem Ensemble weiter?

„HART BACKBORD“ entschied sich dafür die Segel gesetzt zu lassen und steuert einen neuen Kurs. Mit der Verpflichtung von Franz Powalla als neuem musikalischen Leiter gelang es uns, mit bewährtem Repertoire und neuen rhythmischen Elementen die alte Dame „HART BACKBORD“ nach einer kurzen Werftliegezeit auf neuen Kurs zu bringen.

Auch alte Seehasen kamen wieder an Bord zurück und bereichern nun gemeinsam mit der alten Crew und neuen Gesichtern unsere weitere künstlerische Arbeit.HartBackbord2015

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